Ich lese zur Zeit die 4 Evangelien. Dort habe ich mich darüber entrüstet, dass die Jünger in der Nacht der Kreuzigung eingeschlafen sind, anstatt Jesus zu unterstützen. Ich frage mich nun, an welchen entscheidenden Stellen im 2015, ich eingeschlafen bin und mich selber im Stich gelassen habe.
Vielleicht ist dies ein anderer Weg das Jahr 2015 zu reflektieren.
Diese Szene fährt mir besonders ein: „Und falls dieser Kelch irgendwie an mir vorbeiziehen kann…“ Ich hatte immer Mühe mich mit Jesus zu identifizieren. Dieser Satz hat ihn mir näher gebracht. Keiner hat Bock zu leiden. Er will nicht ans Kreuz, genau wie wir.
Letztlich ging er freiwillig hin. Ich frage mich, wo habe ich mich im 2015 geweigert, gewisse Erfahrungen zu machen.  Ich denke, falls man
sich dem Leben stellt, erhält man Frieden.
In diesem Sinne, gehe ich ins 2016…
einfach sein!
Stephan
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